Treff am Turm
Bildungsprogramm der Ev. Kirchengemeinde Möhringen

Das Treff am Turm Programm möchte mit seinen Angeboten Raum für Begegnung und Gespräche innerhalb der Kirchengemeinde schaffen.

Neben Kursen und Einzelveranstaltungen aus den Bereichen Glaube, Kultur, Familie, Gesundheit und Bewegung steht jedes Jahr eine Schwerpunktreihe im Mittelpunkt des Programms. In dieser Veranstaltungsreihe werden aktuelle gesellschaftliche Themen vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens diskutiert.

Das Programmheft erscheint zweimal pro Jahr (Juli und Dezember), wird an alle Gemeindeglieder verteilt und liegt im Gemeindebüro aus.


Programm Herbst 2022

Deckblatt Treff am Turm-Programm

Liebe Freundinnen und Freunde der Erwachsenenbildung,

in den Händen halten Sie das neue Treff-am-Turm-Heft. Wieder ist es uns gelungen, einige interessante Veranstaltungen für Sie zu planen. Die Auftaktveranstaltung »Russland und Osteuropa am Beispiel Estlands« hängt mit dem Krieg in der Ukraine zusammen. Wir haben gemerkt, wie eng die Welt zusammengerückt ist. Wir haben gemerkt, wie nah Bedrohung sein kann. Wir haben gemerkt, wie wenig wir wissen von den Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Heimat und Migration (HuM) heißt die Themenreihe, die im Herbst durch das Degerlocher Dekanat wandert. Verschiedene Gemeinden bieten Veranstaltungen dazu an. Sie finden die Übersicht auf der Homepage des Kreisbildungswerkes: www.kreisbildungswerk-stuttgart.de.

Gerade das Thema Geflüchtete, aber auch die Mobilität des modernen Arbeitslebens lassen uns neu nachdenken, wo bin ich eigentlich zu Hause. Was bedeutet für mich Heimat? Wo bin ich herausgefordert mich auf den Weg zu machen und irgendwo neu anzufangen? Biographisch endet diese Suche nicht. In der Bibel heißt es dazu: »Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.« (Hebräerbrief 13, 14)

In unserem Bereich haben wir zuerst eine Exkursion in das Heimatmuseum Möhringen geplant. So nehmen wir ganz nah wahr, wo wir leben und wie die gelebt haben, die vor uns hier waren. Höchst spannend wird sein die Veranstaltung »Entfernte Verwandte« – Familie, Migration und Trennung in der Basler Mission des 19. Jahrhunderts. Das klingt weit weg, ist aktueller als man denkt. Denn das Leben in zwei oder mehr Kulturen und die daraus resultierende Problematik interkultureller Kommunikation ist nicht nur ein Feld der Migrationsforschung, sondern auch Lebenswirklichkeit heutiger Menschen.

Die Lesung von und mit Reiner Strunk (»An den Ufern der Erinnerung«) ist einfach etwas zum Genießen. Sie zeigt aber auch, wie wir lebensbiographisch durch Erinnerung Heimat vergegenwärtigen und doch immer auf dem Weg bleiben.

Auf die Veranstaltungen der Friedensdekade weise ich ausdrücklich hin. Die Friedensdekade vom 6. bis 16. November steht unter dem Motto »ZUSAMMEN: HALT«: Zusammenhalt fördern – ‚Halt‘ rufen bei den Ursachen von Unfrieden. Sie wird in allen Kirchen am 6. November eröffnet und mit einem ökumenischen Abendgottesdienst am Buß- und Bettag in Sonnenberg abgeschlossen.

Durch die nähere Zusammenarbeit mit dem Sonnenberger Gesprächs- und Informationsabend kommen auch andere Themen in den Blick: Dr. Uwe Gräbe gibt Einblicke in die Situation in Jordanien und Libanon und die dortigen Schneller-Schulen. Eine Exkursion erkundet Werke von Lucas Cranach der Ältere in der Staatsgalerie.

Ein besonderes Anliegen ist mir die Begegnung von Christinnen und Christen verschiedener Gemeinden in Möhringen am ökumenischen Abend. An Michaelis, 29.9.2022, wird es um Engel gehen.

Außerdem mache ich gerne auf die bewährten Kurs-Programme für Leib und Seele aufmerksam. Sie prägen für viele den Wochenrhythmus über Monate oder gar Jahre und Jahrzehnte hinweg – und tun eben gut für Leib und Seele.

Ihr Hartmut Mildenberger

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