Christuskirche

Christuskirche

Gottesdienste

In der Christuskirche findet an jedem Wochenende ein Gottesdienst statt, in der Regel am dritten Wochenende des Monats am Samstag um 19:00 Uhr, sonst am Sonntag in der Regel um 9:30 Uhr.

Aktuelle Gottesdienst-Termine:

Sonntag, 31.03. (Lätare)

Sonntag, 07.04. (Judika)

Alle Gottesdiensttermine in Möhringen und Fasanenhof

Kaffee unterm Kirchenfenster

Mit unserem Angebot " Kaffee unterm Kirchenfenster" laden wir Sie herzlich ein, im Anschluss an den Gottesdienst bei Kaffee oder Tee und etwas Gebäck sich mit anderen Gemeindegliedern auszutauschen und besser kennen zu lernen.

Die Termine entnehmen Sie bitte dem Aushang im Schaukasten und dem jeweiligen monatlichen Gottesdienstplan.


Anschrift

Märzenbaumstr./Ecke Meßstetter Str.
70567 Stuttgart-Möhringen

Bilder-Galerie

Fotos der ChristuskircheFotos der ChristuskircheFotos der ChristuskircheFotos der ChristuskircheFotos der ChristuskircheFotos der Christuskirche

Geschichte und Gebäude

Christuskirche

Die Grundsteinlegung fand im Jahr 1956. Die Einweihung der Kirche und des evangelischen Gemeindezentrums war am 23. Juni 1957. Für die Ausführung des Gesamtprojektes war Architekt Dr. Ing. Walter Ruff aus Stuttgart-Degerloch zuständig.

Charakteristisch für die Kirche ist der 24 Meter hohe Turm, ausgeführt aus Maulbronner Sandstein und nach Art der in Italien bekannten Campanile. Vier Glocken hat die Christuskirche. Ein schlichtes Kreuz krönt den äußerst schlank wirkenden Kirchturm.

Durch einen Vorraum betritt der Besucher die Kirche. An der Südwand fallen sofort vier Glasbetonfenster auf, geschaffen vom Kunstmaler Christian Oehler, welche vier biblische Themen zum Gegenstand haben. Der Kirchraum selber ist 30x12 Meter groß und im Innern haben 300 Personen Platz. Der Holzaltar sowie die Taufschale sind Arbeiten von Gottfried Gruner.

Rechtwinklig zu der Kirche gelegen und an die Nordseite angrenzend ist das Gebäude des ehemaligen Kindergartens. Zur Straße gelegen steht das Pfarrhaus und das Mitarbeiterhaus. Der Architekt verstand das Gemeindezentrum im gewissen Sinn als Abschluss gegenüber der Kolbäckersiedlung und hat deshalb die drei Bauelemente in Form eines Hufeisens angelegt.

Kirchenfenster in der Christuskirche

Tritt man von außen in die Christuskirche ein oder verlässt den Gottesdienstraum, so wird man jeweils empfangen von den vier Betonglasfenstern des Künstlers Christian Oehler, die mit ihrem Licht der Südfenster den ganzen Raum durchfluten.

Die Bilder zeigen Christus als den HERRN.

Die Technik der Betonglasfenster erzwingt einfache, klare Formen und Farben. Alles erscheint übergroß und daher besonders intensiv: Augen, Hände, Gebärden.

Andere Glasfenster Oehlers finden sich in der Evang. Kirche in Stuttgart-Schönberg, in der Gedächtniskirche im Stuttgart-West sowie in der Friedhofskapelle in Stuttgart-Botnang.

"Christian Oehlers Kunst ist Antwort auf die Frage nachdem Menschen in dieser Zeit. So ist denn auch sein Hauptthema das Antlitz des Menschen und die menschliche Gebärde als Ausdruck seelischer Vorgänge, wie sie ...in den Betonglasfenstern ihre reife Gestalt finden...

Für den berufenen Künstler bietet die Betonglas-Technik Entfaltungsmöglichkeiten, die unsere neuen, an lebendigen Kunstwerken meist armen Kirchen entscheidend bereichern können... Mit ihren transparenten Farbflächen stufen die Glasbetonfenster das einfallende harte Tageslicht ab und verwandeln es; sie verdichten, vollenden und schaffen den Raum erst richtig. Ihre Farbensymphonie wird zum Lobpreis auf den Schöpfer." (Franz Henel, 1959)

Der Erschaffer der Christusfenster wurde 1909 in Bad Cannstatt geboren. Studienreisen führten ihn in die Schweiz, nach Sizilien, Spanien, Marokko, Griechenland und Frankreich. Die Fenster zeigen (in der Reihenfolge, wie sie bei Eintritt in den Eingangshalle der Christuskirche wahrgenommen werden, also von rechts nach links) die "vier Machttaten Jesu": die Stillung des Seesturms (Mt 8), die Versuchung Jesu (Mt 4), die Blindenheilung (Joh 9) und die Auferweckung des Lazarus (Joh 11).

"Aus den Flächen, Farben und Konturen einer veränderten neuen Wirklichkeit bricht das Licht einer geistigen Welt hervor, das jedes Fenster in seine Schönheit einschmilzt. Besonders zwingend erscheint das bei der Christuskirche in Stuttgart-Möhringen. Als einzige Lichtquelle in der Vorhalle der Kirche erfüllen die vier Dickglasfenster mit ihrer kostbaren Farbenpracht den Raum und verwandeln ihn in einen Hort der Ruhe und Besinnung."

(Franz Henel, 1959; die Zitate sind dem Band "Christian Oehler, Betonglasfenster" aus der Reihe Moderne christliche Kunst des Ernst Kaufmann-Verlags aus dem Jahr 1959 entnommen).

Der Altar von Gottfried Gruner

Altar der Christuskirche

Taufbecken und Altar stammen von Gottfried Gruner, der heute hochbetagt (84 Jahre) in der Horber Ortsgemeinde Rexingen lebt. Die Holzarbeiten wurden von der Schreinerei Albert Wörner ausgeführt, die auch den Taufstock gestiftet hat. Der Altar ist vermutlich aus Lindenholz gefertigt und zeigt (nach einer Idee Pfr. Bregenzers) in seinen vier Frontplatten die Symbole der vier Evangelisten (vgl. Offenbarung 4,1-11). Auf allen historischen Fotos war die Reihenfolge der Motive eigentümlich vertauscht. Matthäus (Engel) und Johannes (Adler) hatten die Plätze getauscht. Ob das nur ästhetische, gestalterische Gründe hatte, kann Gottfried Gruner heute nicht mehr mit Bestimmtheit sagen. Eventuell hat das mit der geistlichen Raumgeometrie der gottesdienstlichen Orte zu tun: Johannes ("Im Anfang war das Wort!" Joh 1) war der Kanzel zugeordnet, Matthäus ("Taufet sie auf den Namen..." Mt 28) dem Taufbecken.

Bei der für die Orgelausreinigung notwendigen Räumung der Kirche entdeckte der Kirchengemeinderat, dass der Altar nicht fest zusammengefügt, sondern aus vier einzelnen Standelementen und der Altarplatte zusammengesetzt ist.

Seither zeigt der Altar die Evangelisten Matthäus (Engel), Markus (Löwe), Lukas (Stier) und Johannes (Adler) in der biblischen Reihenfolge.

Die Orgel

Die Orgel wurde von der Firma Friedrich Weigle (Echterdingen) gebaut. Sie zeichnet sich durch eine solide manuelle Registrierung aus und ist sehr sorgfältig ausgeführt. Seit 1961 erfuhr sie bei zwei Generalausreinigungen behutsame Modifikationen.

Orgelpfeifen
Orgelpfeifen
Orgelmanual

Im Januar 2007 wurde sie von Orgelbaumeister Reinhard Metzger gewissenhaft überarbeitet und neu intoniert. Dabei erhielt sie Vorabzüge im Hauptwerk (Quinte 2 2/3’ und Oktave 2’) und im Pedal (Oktave 4’ und Hintersatz 4’, vierfach), was durch Spenden aus der Gemeinde und aktive Mitarbeit von Gemeindegliedern bei den Reinigungsarbeiten finanziert werden konnte!

Die Glocken

3 Glocken vor der Kirche

Der 24 Meter hohe Campanile der Christuskirche hatte zunächst nur die "Friedensglocke" (Betglocke) und noch kein sichtbares Uhrwerk. Erst später wurden die drei weiteren Glocken geliefert.

  • Die kleinste Glocke (e“ – 135kg.) ist die Taufglocke. Sie wird allein geläutet während des Taufaktes und ruft die zu Hause gebliebenen zur Fürbitte für die Kinder auf. Eingeschriebener Spruch: Freuet Euch.
  • Die zweite Glocke (cis“ – 230 kg) ist die Kreuzglocke . Sie wird um II Uhr zur Erinnerung an die hereinbrechende Finsternis beim Leiden Christi geläutet und um 15 Uhr zur Todesstunde Christi und schließlich als „Schiedglocke“, die zu Beginn einerBeerdigung läutet. Eingeschriebener Spruch: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
  • Die dritte Glocke (h“ – 330 kg), die als erste im Turm hing, ist die Betglocke . Sie läutet am Morgen, ruft zum Morgengebet und erinnert an die Auferstehung. Sie läutet am Abend, ruft zum Abendgebet, und erinnert an die Todesstunde und an den jüngsten Tag. Sie läutet um 12Uhr als Friedensglocke, die zur Bitte um Erhaltung des Friedens ruft. Sie läutet auch, wenn das Vaterunser im Gottesdienst gebetet wird. Schließlich läutet sie als zweites Zeichen eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes. Eingeschriebener Spruch: Ihr sollt mein Antlitz suchen .
  • Die vierte Glocke ist die Dominica , d.h. Herrenglocke , auch Sonntags- oder Festtagsglocke (a“ – 480 kg) Sie läutet an den Sonn? und Festtagen mit den anderen Glocken zusammen und auch eine Stunde vor Beginn des Gottesdienstes als erstes Zeichen allein. Eingeschriebener Spruch: Siehe ich stehe vor der Tür .

Die Sonntage werden mit 3 Glocken - ohne Dominica - eingeläutet; die Festtage mit allen Glocken. Beides jeweils am Samstagabend. Zu sämtlichen Gottesdiensten wird mit allen Glocken geläutet.